shiatsuela
 

SHIATSU UND FASZIEN

"FASZIEN" ist das moderne Wort für Bindegewebe, welches unseren gesamten Körper als dreidimensionales, verbindendes, stützendes, flexibles Gerüst durchzieht. Intensive Forschungen haben mittlerweile das alte Bild von Bindegewebe ziemlich auf den Kopf gestellt. Wurde es in jüngster Vergangenheit lediglich als "Füll- und Stützgewebe" von Muskeln betrachtet, schreibt man ihm heute auch zentrale Bedeutungen in zahlreichen körperlichen und sogar psychischen Prozessen zu. 

Faszien werden heute als unentbehrliches "Sinnesorgan" bezeichnet, das umhüllt, formt und stützt, dehnt, Kraft überträgt und speichert. Sie versorgen angrenzende Organe mit Flüssigkeit und Nahrung, empfangen Reize und leiten Informationen weiter. Sie sind unser körpereigenes Kommunikationsnetz, das gleichsam wie eine Membran funktioniert und Energie, Informationen und Schwingungen überträgt.
 
Fasziengewebe reagiert z.B. auf Stressbotenstoffe wie ein zu heiß gewaschener Pullover. Es verkrampft, wird unelastisch und "verfilzt". Als Folge kann es die Aufgaben der Versorgung nicht mehr optimal erfüllen. Daraus können Bewegungsschmerzen entstehen oder dass sich Muskeln und Gewebe sehr verspannt anfühlen. Gezielte manuelle Behandlungen, wie sie zum Beispiel in der Physiotherapie angewandt werden, können das Lösen von solchen Blockaden oder Verklebungen bewirken. 
 
Da sich besonders viele Schmerzrezeptoren im Fasziengewebe befinden, lässt der Schmerz nach, sobald diese wieder reibungslos ihre Arbeit verrichten können.

Auch die im SHIATSU verwendeten Techniken wie Dehnungen, Bewegung, tiefes Einsinken oder Halten nutzen die Reaktionsfähigkeit der Faszien auf Berührung. SHIATSU beinhaltet respektvolle und vertrauensstärkende Faszienarbeit und geht darüber hinaus - es sieht den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele und will seine Energieflüsse verstehen und anregen.
 
Weiterführende Informationen:
Faszien, Wirbel, Bandscheiben - Woher kommen die Schmerzen im Rücken?
Faszien - Geheimnisvolle Welt unter der Haut